Der östliche Stadtteil Langerfeld, dessen geschichtsträchtiger Ortskern sich bis heute erhalten hat, gehört ebenso wie die im Norden Oberbarmens gelegene Landschaft Nächstebreck historisch gesehen gar nicht zu Wuppertal. Das jenseits der Heckinghauser Zollbrücke gelegene Gebiet war nie bergisch und wurde erst 1922 von Barmen einverleibt.

Als Bauernschaft gehörte Langerfeld bis zur französischen Besatzung zum Gogericht (Gau) Schwelm, kam nach der Neugliederung zum Landkreis Hagen und 1887 wieder zum nur wenige Kilometer entfernten Schwelm, das heute nahtlos mit Langerfeld verwachsen ist. Gemeinsamkeiten mit Wuppertal gab es aber trotzdem durch die Garnbleicherei, die an der Langerfelder Öhde besonders stark ausgeprägt war.

Zwar war durch das Garnnahrungsprivileg allen Nichtwuppertalern das Gewerbe des Bleichens verboten, doch setzten sich die Langerfelder einfach darüber hinweg und nicht selten kam es deswegen zu heftigen Turbulenzen mit der Grafschaft Berg.