Am Ende der Heckinghauser Strasse führen immer noch die Gleise der 1987 stillgelegten Wuppertaler Straßenbahn zu ihrem letzten Depot, das heute als gewerbliche Lagerhalle genutzt wird. Das populäre Verkehrsmittel, dessen Streckennetz einst eine Ausdehnung von 267 km verzeichnen konnte, wurde in der Nachkriegszeit in mehreren Etappen aus dem Strassenbild verbannt.

Grund war in erster Linie die Unverträglichkeit der Bahn mit dem zunehmenden Autoverkehr auf Wuppertals engen Strassen. Als es in den sechziger Jahren im Tal immer voller wurde, erwies sich der Omnibus als anpassungsfähiger. Nach Beseitigung der als Schmalspurbahn betriebenen Bergischen Kleinbahn wurden nach und nach auch immer mehr Linien der Normalspur eingestellt.

Ende der achtziger Jahre existierte dann von der ehemaligen Talbahn nur noch die Linie 1, die als einzige zwar weitgehend auf eigenem Gleiskörper fuhr, deren Streckenführung aber größtenteils mit Schwebebahntrasse übereinstimmte. Letztendlich waren die Stadtwerke nicht mehr bereit die hohen Betriebs- und Instandhaltungskosten für eine verkehrspolitisch überflüssige Straßenbahnlinie aufrechtzuerhalten und so landete auch sie im hohen Alter von 113 Jahren auf dem Abstellgleis.