Der schönste Schlachthof von ganz Deutschland – wie eine Burg von allen Seiten zu sehen. So pries Oberbürgermeister Wegner überschwänglich den Barmer Schlachthof bei seiner Eröffnung am 29. Januar 1894. Wo am Carnaper Platz heute die Hauptverwaltung der Stadtwerke steht, wurden von 1894 bis 1942 Schweine und Rinder zerlegt.

Eine Bestimmung der Reichsregierung von 1934, nach der in der inzwischen geeinten Stadt Wuppertal nicht zwei konkurrierende Schlachttiermärkte stattfinden durften, besiegelte das Ende des Barmer Schlachthofes. Zunächst gingen die Barmer Tier-Agenten zum Elberfelder Schlachthof. Das Schlachten in Barmen lohnte deshalb bald nicht mehr. 1

937 wurde die Stilllegung beschlossen, und nach dem Bau einer zusätzlichen Kühlhalle für die Elberfelder Einrichtung schlossen sich beim Schlachthof Schützenstraße am 1. Januar 1942 die Türen. Beim Bombenangriff auf Barmen im Jahr 1943 wurde das Gebäude schwer beschädigt, 1949 zogen die Stadtwerke dort ein.