Der Inn, ein Fluss von etwa 230km Länge durchfließt Tirol von Südwesten nach Nordosten, also von der Schweizer Grenze bis nach Kufstein an der Deutschen Landesgrenze.

Er wird von den Gebirgsstöcken Samnauergruppe, Ötztaler – und Lechtaler- Stubaier Alpen, sowie vom Karwendelgebirge und den Kitzbüheler Alpen begleitet.

Innsbruck, die Landeshauptstadt von Tirol liegt am Zusammenfluss von Inn und Sill, das Inntal gilt seit Jahrtausenden als wichtiger Verkehrsweg.

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Schloss Naudersberg

Unsere Fahrt beginnt Südlich vom Finstermünz – Pass (1006m über dem Meer). Hier liegt die Ruine der ehemaligen Zollfestung Hoch – Finstermünz und der Ort Nauders (1400m über dem Meer). Nauders mit ca. 1400 Einwohnern ist der ideale Beginn für Wanderungen und für einen Ausflug in die beliebten Skigebiete Tscheyeck ( 2700m über dem Meer) und Bergkastel (2600m über dem Meer).

Die Pfarrkirche von Nauders beherbergt 2 schöne Schnitzaltäre, in der romanischen St. Leonardskapelle sind interessante Fresken aus spätgotischer Zeit zu besichtigen. Einen Besuch ist auch Schloß Naudersberg, oberhalb des Ortes von wo man einen sehr schönen Rundblick hat.

Serfaus >Beschreibung, ein sehr schöner, kleiner Ferienort mit 830 Einwohnern liegt in einer Höhe von 1427m über dem Meer über dem westlichen Innufer und zwischen Nauders und Landeck.

Von hier führen Seilbahnen zur Komperdellalm ( 2000 m über dem Meer ), einem beliebten Skigebiet, sowie Lifte bis zu einer Höhe von 2475m über dem Meer.

Der höchste Gipfel der Samnauergrupper, der Hexenkopf mit 3035m über dem Meer liegt südwestlich von Serfaus.

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Serfaus in Tirol

Eine Besichtigung lohnt die alte Pfarrkirche. Sie beherbergt das beeindruckende Gnadenbild einer thronenden Madonna mit Kind aus dem 12. Jh.

Fährt man im Inntal weiter, so gelangt man nach Imst ( 828m über dem Meer). Diese schöne, alte Stadt mit ihren 6000 Einwohnern liegt am Anfang des Gurgltals, oberhalb vom Inn.

Von hier kann man Touren ins Ötztal und Pitztal machen, aber auch die „Unterstadt“ mit ihren alten Gassen, dem malerischen Rathaus mit Heimatmuseum und die „ Oberstadt“ mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt lohnt einen Besuch. Die Pfarrkirche verbindet spätgotische und barocke Bauteile auf eindrucksvolle Art und Weise, Reste von sehr schönen Fresken wurden an der Außenwand gefunden und restauriert.

Ein Sessellift führt von Imst zur Untermarkeralm die bewirtschaftet ist und von dort weiter auf das Alpjoch ( 2050m über dem Meer) Von hier kann man eine sehr schöne Wanderung durch die Rosengartenschlucht machen, des weiteren gibt es ideale Möglichkeiten für Skifahrer, Rodler und Langläufer.

Tarrenz ist der wichtigste Ort des Gurgltals, hier liegen Schloss Neustarkenberg, heute eine Brauerei mit Restaurant, sowie die Reste von Schloss Gebratstein und Schloss Altstarkenberg. Von hier aus regierten von 1200 bis 1450 die Herren von Starkenberg über das Gurgltal.
Fährt man von Imst in nordöstlicher Richtung weiter, so kommt man nach Nassereith (843m über dem Meer), einem im Sommer und Winter beliebten Ferienort am Fuße der Mieminger – Alpen. Hier findet alle 3 Jahre am Sonntag vor dem Faschingssonntag das Schellenlaufen, ein urtümlicher Maskenumzug, statt.

Von hier führt in östlicher Richtung eine sehr gut ausgebaute Panoramastraße nach Telfs und eine Straße in nördlicher Richtung über den Fernpaß (1209m über dem Meer) und Ehrwald nach Garmisch.

Telfs (630m über dem Meer), ein kleiner Ort mit 9300 Einwohnern liegt ebenfalls am Fuße der Mieminger – Berge und ist beliebter Ausgangspunkt für Bergwanderungen.. Hier findet alle 5 Jahre ein ura

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Nassereith

lter Fasnachtsbrauch, das „Schleicherlaufen“ statt.

Auf einer Anhöhe über dem Inn liegt in einer Höhe von 671m über dem Meer Stams mit seiner schönen Zisterzienserabtei . Sie wurde 1273 von Elisabeth von Bayern zum Gedächtnis ihres Sohnes, des letzten Staufers Konradin errichtet der 1268 in Neapel hingerichtet worden war. Im 17. Jh. veränderte man viel an den Gebäuden.

Die Stiftskirche mit ihren Türmen entstand im 13. Jh. und wurde ebenfalls barock verändert. Sie ist die Grabkirche der Tiroler Fürsten und besitzt einen eindrucksvollen Hochaltar von 1613 und eine besonders schöne Kanzel, sowie ein schmiedeeisernes Gitter aus dem 18. Jh.
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In der Heiligblutkapelle von 1716 ist ebenfalls ein sehr schönes Rosengitter zu sehen.

Der nächste Ort ist Hall (574m über dem Meer), ehemals für seinen Salzabbau bekannt, danach kommt Schwaz (535m über dem Meer). Der beliebte Ferienort liegt nordöstlich von Innsbruck und war vom 15. – 17. Jh. ein wichtiger Standort für den Abbau von Kupfer- und Silbererz.

Jenbach ( 531m über dem Meer) ist als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Zillertal und zum Achensee sehr beliebt. Es liegt am nördlichen Ufer des unteren Inn und ist auch ein beliebtes Skigebiet.

In seiner Nähe liegt Schloss Tratzberg das im 15. Jh. vollkommen abbrannte und im 16. Jh. wieder neu erbaut wurde. Sehenswert ist das Wandbild der 148 Habsburger. Es hat eine Länge von 46m und ist mit einer Führung zu besichtigen.

Der reizvolle Urlaubsort Brixlegg ( 524m über dem Meer), gleich beliebt im Sommer wie im Winter, liegt am Inn. In seiner Nähe befinden sich viele sehenswerte Schlösser und Burgen und der Naturpark Matzen. Brixlegg ist beliebter Ausgangsort für Wanderungen ins Tal des unteren Inn. Von hier erreicht man auch das hübsche Alpbachtal dessen Hauptort Alpbach (973m über den Meer) ganz besonders schöne Aussichten bietet. Mit Seilbahnen kommt man von dort auf die umliegenden Höhen, sehr guter Blick auf den Großen Galtenberg (2425m über dem Meer).
Rattenberg (513m über dem Meer), ist eine kleine Stadt mit nur 600 Einwohnern und einem sehr gut erhaltenen, mittelalterlichen Stadtbild. Viele der stattlichen Bürgerhäuser sind aus dem 15. und 16. Jh., die spätgotische Pfarrkirche St. Virgil bekam 1735 eine barocke Innenausstattung mit einem Deckenfresko von Matthias Günther.

Gotische Plastiken sowie Schmiedearbeiten aus Silber und Gold sind im Augustiner – Museum, im ehemaligen Eremitenkloster der Augustiner ausgestellt.

Schloss Rattenberg, dessen Ruine auf einer Anhöhe über dem Ort liegt, war einst eine mächtige Festung die zur Verteidigung Tirols gegen Bayern im 11. Jh. erbaut und im 15. Jh. ausgebaut wurde.

Von Rattenberg führt eine Brücke nach Kramsach ( 519m über dem Meer), einem Erholungsort der Im Sommer und im Winter sehr beliebt ist. Hier steht ein Schloss der Grafen Taxis aus dem 17. Jh., es gibt eine Glasschleiferei und eine Schule für Glaskunst.

Besonders schön ist ein Ausflug der in etwa 6 Stunden durch das Brandenberger Tal zur Erzherzog – Johann – Klause in 824m Höhe führt.

Ein Skulpturenpark mit Werken des Kramsacher Künstlers Alois Schild liegt im Ortsteil Mariental.

Wörgl am Unterinn, direkt an der Mündung der Brixtaler Ache, ( 511m über dem Meer) ist ein Städtchen das ein wichtiger Eisenbahn – und Straßenknotenpunkt mit einer sehr schönen Umgebung ist. Sehenswert ist die Pfarrkirche mit einer schönen gotischen Madonna und mehreren Barocken Plastiken.

Das beliebte Skigebiet im Hochtal der Wildschönau besteht aus mehreren Ortschaften der Gemeinde Wildschönau. Es liegt südlich von Wörgl. Über Schlepp – und Sessellifte erreicht man die Skipisten der umliegenden Höhen. in Oberau befindet sich ein Museum für Bergbau, von dort kommt man nach Auffach ( 875m über dem Meer) und von dort per Gondelbahn auf den Schatzberg ( 1900m über dem Meer)

Eine besonders schöne Fahrt verspricht die Route von Wörgl nach Kitzbühel. Man kommt an dem Urlaubsort Hopfgarten mit seiner reizvollen Rokokokirche vorbei von wo man mit dem Sessellift in drei Sektionen die Hohe Salve ( 1829m über dem Meer) erreicht. Dieses Skigebiet ist sehr gut erschlossen, es gibt eine hübsche Kapelle aus dem 17. Jh. und ein Gasthaus.

Ca. 10km nach Hopfgarten erreicht man Brixen im Thale ( 794 m über dem Meer) mit einer Kirche aus dem 18. Jh. und sehr gut ausgebauten Wanderwegen. Nahe dabei das Wintersportzentrum Hochbrixen.

Nördlich von Wörgl liegt Mariastein (563m über dem Meer), ein Wallfahrtsort in dessen Burg aus dem 14. Jh. sich in einer Kapelle das Gnadenbild befindet, welches die Burg im 16. Jh. zu einem Wallfahrtsort machte.

Sehenswert ist auch der Rittersaal in dem fünfeckigen Wohnturm. Er ist mit einer besonders schönen Kassettendecke ausgestattet und heute ein Museum.