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Beitrag von ANNEMARIE

Eule aus Ton

Von Renate Roth, am 24.07.2018 18:12:37| Kommentare: 2

Einige wissen, dass ich für 4 Wochen zur Reha in Ratzeburg war. Dort hatte ich die Möglichkeit in der Kunstwerkstatt etwas zu gestalten. Ich entschied mich für eine Arbeit aus Ton. Da ich ein Eulenfan bin, habe ich mir gedacht, warum soll ich mir nicht mal selbst eine zusammenklöppeln wink. Zuerst musste ich von einem großen Tonblock ein Stück abschneiden. Dann sollte ich das Tonstück mehrmals kräftig auf den Boden werfen, damit eventuelle Luftblasen im Ton zerstört werden.

Dann ging es ans Formen des Körpers. Ich habe zwei unterschiedlich große Kugeln geformt, die ich mit einem speziellen Werkzeug aushöhlen musste. Der Tonkörper muss hohl sein, damit er nachher beim Brennen nicht platzt. Danach habe ich die kleinere Kugel mit Schlicker (verdünnter Ton) auf die größere Kugel gesetzt. Den Ansatz habe ich ein wenig verstrichen, sodass man die einzelnen Kugeln nicht mehr sehen konnte. Nun stand ich da und wusste nicht so recht weiter. Wie forme ich das Gesicht, die Ohren?

Ein Mitrehabilitant (so wurden wir tatsächlich bezeichnet) namens Manfred, der schon viel mit Ton gearbeitet hatte, hat mir dann ein paar Vorschläge unterbreitet. Dadurch kam mir dann die Idee für das Gesicht. Ich stach mit einem Apfelausstecher zwei kleine Plättchen aus, die ich mit Schlicker am Kopf befestigte. Der Schnabel war schnell gefertigt und auch angeschlickert. Nun mussten nur noch die Flügel her. Ich rollte etwas Ton mit einer Kuchenrolle aus und schnitt die Form der Flügel mit einem Messer zurecht, anschlickern, fertig.

Jetzt ging es an die Ohren. Wie sahen Eulenohren noch aus? Ich hab dann auf gut Glück zwei geformt und auch angeschlickert. Grins - manch einer denkt sicher, sie sehen eher wie Katzenohren aus - könnte stimmensmiley. Bei den Flügeln und der Brust habe ich versucht, das Gefieder ein wenig nachzubilden. Heute, nachdem die Eule fertig ist, wüsste ich , wie das besser gehen könnte.  Die Eule musste nun für 5 Tage zum Trocknen auf eine Zeitung gesetzt werden. Dann wurde sie das erste Mal gebrannt.

Durch den Brand schrumpft der Ton etwas. Ich habe es kaum bemerkt. Nun war mein künstlerisches Talent wink gefordert. Die Eule sollte etwas Farbe bekommen. Da die Auswahl der Farben nicht mehr besonders groß war, habe ich mich nur für gelb, schwarz und braun entschieden. Dann musste die Eule in die Glasur getaucht werden. Leider ist dabei eine kleine Luftblase am linken Auge in der Glasur gewesen, die sich erst nach dem letzten Brand bemerkbar machte, sodass die Pupille etwas verrutscht aussieht. Aber egal - Eulalia die I. war geboren smiley Ich finde dafür, dass ich  das erste Mal mit Ton gearbeitet habe, ist sie ganz nett geworden.

 



Von ANNEMARIE am 29.07.2018 21:51:59

Stimmt. Ich mag Eulen sehr.


Von INGENUIN am 29.07.2018 20:04:50

Gratuliere für das gelungene Kunstwerk! die Eule ist dir wirklich gut gelungen, da steckt viel Liebe mit dabei die du für Eulen hast!